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Himbeerblättertee und Schwangerschaft: Einsatzmöglichkeiten

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Himbeerblättertee ist ein bekanntes Mittel – vor allem in der Schwangerschaft und zur Vorbereitung einer Schwangerschaft. Doch was bewirkt Himbeerblättertee konkret? Wie wirkt er? Was muss man beachten? Darüber informieren wir in diesem Beitrag.

Was bewirkt Himbeerblättertee in der Schwangerschaft?

Himbeerblättertee ist ein Teeaufguss aus den getrockneten Blättern des Himbeerstrauchs. Er findet seine Anwendung bei Schwangeren vor allem in der späteren Phase der Schwangerschaft.

Der Himbeerblättertee in der Schwangerschaft soll Schwangere bereits während der Schwangerschaft auf eine sanfte Geburt vorbereiten. Er gilt aufgrund seiner Wirkung in der Schwangerschaft als besonders effektiv, wenn es darum geht, der Schwangeren eine entspannte und stressfreie Geburt zu ermöglichen.

Zwar ist der genaue Wirkmechanismus des Tees wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt, jedoch zeigen empirische Studien zweifelsfrei, dass die regelmäßige Anwendung besonders während der letzten Schwangerschaftswochen dazu führt, dass Schwangere eine verkürzte Wehenphase haben und ganz allgemein die Geburt als schmerzfreier und weniger problematisch erleben.

Somit zeigt die Erfahrung, dass die Wirkung des Himbeerblättertees in der Schwangerschaft als eine Hilfe und Erleichterung im Geburtsprozess darstellt.

Worauf ist nun die Wirkung von Himbeerblättertee für Schwangere zurückzuführen?

Der Effekt des Schwangerschaftstees während der Endphase der Schwangerschaft geht hauptsächlich auf die muskelauflockernde Wirkung zurück. Dies betrifft sowohl den Muttermund als auch die Beckenmuskulatur.

Zudem machen schwangere Frauen die Erfahrung, dass die Anwendung dieses besonderen Tees in der Schwangerschaft krampflösend wirkt und die Muskulatur des Uterus entspannt.

Ganz besonders bedeutsam ist die wehenauslösende Wirkung, die maßgeblich dazu beiträgt, die Erfahrung des Geburtsprozesses so schmerz- und stressfrei wie möglich zu halten.

Die Schwangerschaft und Geburt wird so als positiver erlebt.

Auf diese Weise hilft der Tee, schwangeren Frauen die Angst vor der Endphase der Schwangerschaft zu nehmen. Dies hängt jedoch weiterhin damit zusammen, dass der Himbeerblättertee auch eine Aufhellung der Stimmung und mehr psychische Ausgeglichenheit bewirken kann.

Immer wieder wird auch hervorgehoben, dass Himbeerblättertee die Milchbildung fördert.

Die in den Himbeerblättern reichlich enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin C, Eisen und Kalzium können die Schwangerschaft zusätzlich positiv beeinflussen. Allerdings kann der Tee seine Wirkung nur dann voll entfalten, wenn er früh genug (auf keinen Fall jedoch vor der 34. SSW!), insbesondere aber regelmäßig getrunken wird.

Die Verkürzung des Geburtsprozesses und damit der Schwangerschaft geschieht weniger direkt durch eine unmittelbare Wirkung auf die zweite Wehenphase, sondern dadurch, dass durch den Konsum des Tees die Muskulatur des kleinen Beckens aufgelockert wird.

Auch auf die Muskulatur des Darms hat sie einen positiven Einfluss. Da der Darm direkt an der Gebärmutterwand verläuft, regt er indirekt auch sie an. Das ist der wehenfördernde Effekt der Himbeerblättertees.

Himbeerblättertee – ab wann in der Schwangerschaft trinken?

Ab wann Himbeerblättertee trinken in der Schwangerschaft? Die Frage, ab welcher SSW Himbeerblättertee zu empfehlen ist, und wenn ja, wie viel, lässt sich leider nicht ganz pauschal beantworten.

Grundsätzlich darf der Konsum des Aufgusses nicht vor der 34. SSW erfolgen. Der Himbeerblättertee wird ja nicht zuletzt deswegen von vielen Hebammen empfohlen, weil ihm nachsagt wird, wehenfördernd zu wirken. Dies ist selbstverständlich in der frühen bis mittleren Phase der Schwangerschaft unerwünscht.

Es empfiehlt sich daher, nicht zu früh mit dem Konsum des Himbeerblättertees zu beginnen sowie den Tee über die Zeit ab der 34. bzw. 35. SSW langsam zu steigern.

Wie viel Tee sollte man nun in den einzelnen Schwangerschaftswochen trinken?

In den genannten Schwangerschaftswochen (in der 34. und in der 35. SSW) und auch noch in der 36. SSW, sollte man morgens eine Tasse Tee trinken. In der 37. bzw. 38 SSW darf der Genuss des Schwangerschaftstees um eine Tasse gesteigert werden. So könnte man beispielsweise in diesem Zeitraum jeweils morgens und abends eine Tasse des Tees trinken.

In der Endphase der Schwangerschaft, in der 39. und in der 40. SSW, darf der Konsum des Tees auf 3 Tassen Tee über den Tag verteilt (beispielsweise morgens, mittags und abends) gesteigert werden. Manchmal werden sogar bis zu vier Tassen empfohlen. Das hängt jedoch von der Konstitution der jeweiligen Frau ab.

Zwischen den Steigerungsstufen sollte ruhig auch mal eine Woche Pause gemacht werden. So verhindert man eine Überdosierung und es wird gewährleistet, dass der Tee richtig wirkt. Auch das sollte aber immer mit dem Gynäkologen oder der Hebamme abgesprochen werden.

Dosierung Himbeerblättertee in der Schwangerschaft

Zur besseren Orientierung haben wir einen Plan aufgestellt, wie der Konsum von Himbeerblättertee und die richtige Dosierung konkret aussehen kann. Dabei ist aber natürlich – wie oben schon erwähnt – die „korrekte“ Dosierung nichts Objektives.

Vielmehr sollte jede Frau mit dem behandelnden Arzt oder der Hebamme besprechen, was in ihrem konkreten Fall Sinn machen. Denn: Jeder Körper reagiert unterschiedlich!

Eine Musteranleitung zur korrekten Dosierung von Himbeerblättertee in den einzelnen Schwangerschaftswochen:

Die Pausen in der Endphase der SS sollten eingehalten werden, um eine Überdosierung zu vermeiden. Sie können auch an anderen SSW stattfinden, z.B. wenn man zu einem späteren Zeitpunkt der SS mit dem Trinken des Himbeerblättertees beginnen möchte.

Wichtig ist weniger die exakte SSW, sondern vielmehr die Tatsache, dass diese Pausen eingeplant und umgesetzt werden.

Soll direkt vor der Geburt die Dosis zwecks Einleitung der Wehen erhöht werden, so sollte dies nur nach Absprache mit dem Arzt, Apotheker bzw. auch der Hebamme erfolgen.

„Wie viel Himbeerblättertee, um Wehen auszulösen?“ – diese Frage stellen Betroffene immer wieder. Tatsächlich ist dies individuell verschieden und die Frage daher nicht pauschal beantwortbar.

Sicher ist nur, dass der Himbeerblättertee in der SS in allen der in Frage kommenden SSW nie die Dosis von drei bis maximal vier Tassen pro Tag überschreiten bzw. dies nur nach ausdrücklicher Empfehlung des Arztes erfolgen sollte. Nur so kann der Himbeerblättertee in der SS die gewünschte Wirkung entfalten.

Die Dosierung von Himbeerblättertee in der Schwangerschaft ist also essentiell für die Wirkung – pauschale Antworten auf die Frage, wie viel Tee nötig ist, um Wehen auszulösen, sind natürlich nicht zielführend.

Kann Himbeerblättertee Wehen auslösen?

Dass viele Frauen am Ende der Schwangerschaft Himbeerblättertee trinken, liegt – wie schon erwähnt – daran, dass dem Tee eine wehenfördende Wirkung nachgesagt wird.

Genauer: Die Wehen werden gefördert, indem der Tee die Beckenmuskulatur und die Muskulatur des Muttermunds auflockert und dabei hilft, die Gebärmutter zu entspannen. Somit hat der Tee eine Wehen auslösende bzw. Wehen anregende Wirkung.

Und: Viele Schwangere erhoffen sich davon, dass der Geburtsvorgang rascher und leichter, weil schmerzfreier, vonstatten geht. Sie möchten auf diese Art und Weise ihr Kind stressfreier bekommen. Aber auch viele Hebammen empfehlen, Himbeertee zu trinken, um Wehen auszulösen.

Kann Himbeerblättertee also Wehen auslösen?

Bedingt ist das richtig. Die Wehen werden durch den Himbeerblättertee jedoch, wie bereits erwähnt, nicht direkt ausgelöst, sondern mehr indirekt durch den Muskel lösenden Effekt auf die Beckenmuskulatur und auf die Muskulatur des Darms, der an der Gebärmutterwand entlangläuft.

Wegen dieser entspannenden und damit die Wehen fördernden Wirkung wird der Tee traditionellerweise bei der Vorbereitung der Geburt eingesetzt.

Die Wirksamkeit wird durch Studien und auch durch die Praxis der Hebammen bestätigt. Bei Einsetzen der Wehen, bzw. unmittelbar davor, sollte jedoch kein Himbeerblättertee für Wehen mehr getrunken werden.

Himbeerblättertee vor der Geburt und nach der Geburt

Himbeerblättertee zur Geburtsvorbereitung ist, wie wir schon sahen, eigentlich optimal. Ab etwa der 34. Schwangerschaftswoche kann so auf natürliche Weise eine möglichst stressarme, schmerzfreie Geburt vorbereitet werden. Die Geburtsvorbereitung wird so leichter. Eine Geburtsvorbereitung mit Himbeerblättertee ist letztlich ein natürlicher Weg, die Geburt möglichst schmerzfrei und angenehm zu gestalten.

Manche Hebammen empfehlen, unmittelbar vor der Geburt keinen Himbeerblättertee mehr zu trinken, sondern dann auf Frauenmantel (s.u.) umzusteigen. Auch für nach der Geburt empfehlen viele Frauenmantel, um die Heilung zu fördern. Jedoch gibt es darüber keine einhelligen Meinungen. Ebenso empfehlen viele Hebammen auch, nach der Geburt die Einnahme von Himbeerblättertee fortzusetzen. Dies hängt sicherlich auch von der Konstitution der jeweiligen Frau ab.

Himbeerblättertee kann auch helfen, einer Geburt per Kaiserschnitt, Zange oder Saugglocke vorzubeugen. Manche Frauen fragen, ob Himbeerblättertee vor einem Kaiserschnitt ein Problem darstellt. Lässt sich ein Kaiserschnitt nicht vermeiden, ist es – nach allgemeinen Erfahrungswerten – auch nicht tragisch, wenn Himbeerblättertee getrunken wurde. Da dieser ja auch die Wundheilung fördert, sollte dies eigentlich kein Problem darstellen. Sicherheitshalber sollte aber beim Arzt nachgefragt werden, wenn feststeht, dass ein Kaiserschnitt gemacht werden muss.

Himbeerblättertee und Frauenmanteltee

Auf dieser Infoseite geht es natürlich primär um Himbeerblättertee. Doch Himbeerblättertee und Frauenmanteltee werden oft in Kombination eingesetzt, um eine Schwangerschaft homöopathisch zu begleiten. Daher soll an dieser Stelle auch dem Frauenmantel ein wenig Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Auch wenn viele vielleicht nicht wissen, dass es sich um Frauenmantel handelt: Die Pflanze werden viele schon einmal gesehen haben. Frauenmantel gehört zu den Rosengewächsen und ist vor allem in Gebirgsregionen heimisch.

In seiner Wirkung ist der Frauenmanteltee dem Himbeerblättertee nicht unähnlich, auch dieser wirkt gegen diverse Frauenleiden. Er ist aber auch wundheilend – und wird daher auch oft zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt. Im Gegensatz zu Himbeerblättertee wirkt Frauenmantel nicht so stark wehenfördernd und kann daher auch in der frühen Schwangerschaftsphase eingesetzt werden.

In Bezug auf Kinderwunsch und Schwangerschaft sorgt Frauenmanteltee vor allem für eine Kräftigung der Beckenorgane und eine Stärkung der Gebärmutter. In den ersten Schwangerschaftswochen kann er daher Fehlgeburten entgegenwirken. Der Tee unterstützt zudem beim Eisprung und kann bei einer Befruchtung helfen, wenn eine Frau den Wunsch hat, schwanger zu werden.

Zudem unterstützt Frauenmantel die Rückbildung der Gebärmutterschleimhaut und fördert die Milchbildung. (Auch Himbeerblättertee fördert diese Prozesse der Rückbildung und der Milchbildung.)

Frauenmanteltee wird aber auch eingesetzt, um das Prämenstruelle Syndrom (PMS) abzuschwächen, Beschwerden in der Menopause entgegenzuwirken – und auch bei Weißfluss, diffusen Menstruationsproblemen und Gebärmuttervorfall kommt er zum Einsatz.

Frauenmantel ist in dieser Hinsicht ein natürlicher Allrounder. Einziger Makel: sein eher unangenehmer Geschmack, der vielen zu herb und bitter ist. Er kann aber ohne seine heilende Wirkung abzuschwächen auch gesüßt genossen werden. Hier sollte man freilich auf natürliche Süße wie Honig oder Agavendicksaft setzen.

Zugleich hilft er Fehlgeburten vorzubeugen. Ab der 34. Schwangerschaftswoche kann dann Himbeerblättertee zum Einsatz kommen. Direkt vor der Geburt und unmittelbar danach kann dann wieder der wundheilende Frauenmantel getrunken werden.

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